Das traditionelle Obergailtaler Tennis-Turnier vom 14. bis 17. August war wieder ein Highlight des Tennisjahres.
Nach Abschluss der Meisterschaft und noch vor dem „Einwintern“ des Tennis-Geräts wurde das Gästeturnier Mitte August vom OSK ausgetragen. Sektionsleiter Gregor und sein Team sorgten über die ganzen vier Tage wieder für perfekte Bedingungen, auch das Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite.
Im Damen Einzel starteten vier motivierte Damen, die man an dieser Stelle lobend erwähnen muss. Karin Buchacher, Silvia Koch, Kerstin Lederer und Vroni Patterer. Im Halbfinale trafen Karin und Vroni aufeinander, mit einem 6:2,6:3 zog Vroni als Erste ins Finale. Kerstin und Silvia spielten das zweite Halbfinale, welches mit 6:1,6:1 an Kerstin ging. Im Finale ließ Vroni ihrer Gegnerin Kerstin diesmal keine Chance und sicherte sich bei sommerlichen Temperaturen am Sonntag mit einem 6:2,6:1 souverän den Titel.

Im Damen Doppel konnte man dieses Jahr wieder auf ein zahlreiches Starterfeld blicken. Gleich sechs Paarungen wollten den Siegerscheck am Ende in Empfang nehmen, umso ehrgeiziger wurde ans Werk gegangen. Im ersten Halbfinale kam es zum Duell der beiden Einzelfinalistinnen, Kerstin und Vroni, mit Patricia Thurner und Sylvia Unterasinger, die in der Vorrunde einen 6:1,6:0 Sieg davontrugen. Der erste Satz verlief ausgeglichen, mit dem besseren Ende für Vroni/Kerstin, im zweiten setzten sich die beiden Favoritinnen dann klar durch und zogen ins Endspiel ein. Im zweiten Halbfinale trafen Sara und Laura Zerza auf Silvia Koch und Karin Buchacher, die in der Vorrunde Conny und Monika ausschalteten. Der erste Satz ging ins Tiebreak, wo die beiden Zerzas die Nerven behielten und im Anschluss dann auch den zweiten Satz dominierten. Im Finale ging es heiß her, mit 7:5 und 4:6 in den regulären Sätzen, die Entscheidung musste also im CTB her. Auch hier wurde es wieder mehr als spannend und mit dem denkbar knappsten aller Ergebnisse, einem 11:9 triumphierten letzten Endes Vroni und Kerstin. Der Tennisgott kann manchmal so grausam sein, verdient hätten es sich beide.

Im Mixed Doppel konnten ausgezeichnete 12 Paarungen gezählt werden, ein Bewerb der sich zunehmender Beleibtheit erfreut, die beiden Geschlechter auch das Ende des Tages zusammen verbringen lässt und bei dem sich manche Männer warm anziehen müssen am Netz. Das Favoritensterben begann dann auch gleich in der zweiten Runde, als Verena Webhofer und der bayrische Rookie-of-the-year Pascal Scialdone die an Nummer 2 gesetzten Marco Lesiak und Sara Zerza eliminierten. In der oberen Hälfte marschierten die top-gesetzten Sylvia Unterasinger und Neo-Inspektor Erik Thurner unbeirrt durch. In Halbfinale 1 konnten sich Sylvia/Erik mit 6:1,6:1 gegen die bestens eingespielten Monika und Martin Obernosterer durchsetzen. Diese waren davor gleich zweimal im CTB erfolgreich gewesen und gewinnen die diesjährige CTB-Wertung. Im zweiten HF kam es zu einem offenen Schlagabtausch zwischen Patricia und Klaus Thurner und Verena/Pascal. Im CTB hatten Patricia und Klaus den längeren Atem und zogen mit einem 10:8 ins Finale ein. Das Finale ließ nichts offen, auch hier ging es nach zwei spannenden Sätzen ins CTB. Mit etwas mehr Mut retteten Klaus und Patricia ihren Vorsprung über die Ziellinie und krönten sich damit erstmals zum Turniersieger – den man in der Chronik festhalten wird.






Das Herren Doppel zählte 10 Paarungen, durchaus neu zusammengewürfelt und damit wieder mit mehr Spannung. Die top-gesetzten Paarungen sollten auch das Endspiel bestreiten, hatten aber zu kämpfen. Eine hart umkämpfte Partie war Sara und Luca Eccel gegen die Lokalmatadoren Daniel Lamprecht und Gregor Obernosterer. Mit Satzgewinn im Rücken ließ man die Zügel etwas schweifen und verlor den Zweiten. Im CTB machten nur 2 Punkte den Unterschied für das heimische Duo. In konsequenter Gernot Nußbaumer Manier wurde alles in Boden und Zaun versenkt, was 20cm über dem Netz herkam. Zu spüren bekamen das Marco Längle und sein best buddy Mike Kofler sowie Erik und Klaus Thurner. Das mit Spannung erwartete Finale diente Gernot dann als Ventil für das verloren gegangene Einzel-Finale, sehr zum Leidwesen der Gegner. Die schönsten Punkte machte aber Pascal Scialdone, der von einem konstanten Aufschlag, über ein paar sehenswerte Punkte am Netz auch die Nerven in den entscheidenden Momenten behielt. Das Finale ging mit 6:3,6:2 an die Nußbaumer/Scialdone.

18 Spieler und eine Spielerin, das die Ausgangssituation für den größten Bewerb, dem Herren Einzel. Nach einjähriger Abstinenz kehrte auch Sara Eccel wieder zurück an alte Wirkungsstätte, mit Alt-Meister Roberto Alt konnte man auch einen zweiten Italiener und ehemaligen Gewinner beim Turnier begrüßen. Auch festzuhalten, dass die komplette erste Mannschaft (inkl. Florian Ederer und Wahl-Kötschacher Stefan Laminger) nicht antrat – verletzungsbedingt oder wegen Urlaub, dieses aber der Qualität keinen Nachteil tat. Die Favoriten auf den Turniersieg hießen Sara Eccel (Siegerin 2023) und Marco Längle (Sieger 2024). Dahinter lauerten aber gefährliche Außenseiter wie Gernot Nußbaumer, Daniel Lamprecht, Klaus Thurner oder Pascal Scialdone. In den ersten Runden gab es durchwegs Favoritensiege. Im Viertelfinale konnte Manfred Lackner gegen Sara Eccel wenig ausrichten (6:1,6:1), Marco Längle bog den Altmeister Alt aus Italien (6:1,6:3), Gernot Nußbaumer hatte mit Klaus Thurner auch wenig Mühe (6:2,6:2), lediglich Daniel Lamprecht hatte im ersten Satz mit Gegenwehr von Seiten Pascal Scialdone zu kämpfen, siegte aber mit Konstanz 6:4,6:0. Die Halbfinale wurden mit Spannung erwartet und ließen die zahlreichen Zuseher auf ihre Kosten kommen. Daniel Lamprecht forderte Sara, es wurde ein langer erster Satz, der im Tiebreak entschieden wurde. Hier ging die Taktik von Daniel nicht voll auf und er musste sich knapp geschlagen geben. Mit dem Widerstand gebrochen, war der zweite Satz Formsache. Im zweiten Spiel steigerte sich Gernot Nußbaumer mit seinem Gegner und hatte nahezu immer die perfekte Antwort auf Marcos Spiel. Mit einem krachenden 6:1,6:1 ging die Partie an Gernot und somit war klar, dass es dieses Jahr wieder einen neuen Gewinner oder Gewinnerin geben wird. Im Finale am Sonntag ging man von einem ausgeglichenen Match aus, leider ging die Taktik von Gernot diesmal nicht annähernd auf und er fand in sich den größten Gegner an diesem Tag. Sara überließ Gernot phasenweise ganz das Spiel, und leider auch viele ungezwungene Fehler. Am Ende lautete das Ergebnis 6:1,6:2 und die Siegerin des Turniers stand fest.






Im Herren B-Bewerb standen immerhin noch 11 Lucky Loser am Platz. Dieser aber umso weniger prestigeträchtige Bewerb wurde heuer anstatt eines langes Satzes auf zwei kurze (bis 4) Sätze gespielt. Die beiden top-gesetzten Spieler, Erik Thurner und Pascal Oberluggauer, erreichten das Finale. Ein spannendes Teilnehmerfeld mit Spielern wie Joost Schrama, Manfred Hausleitner, Christian Niescher, Herwig Ertl oder Wolfgang Lederer zeigten ein nicht alltägliches Bild. Das Finale wurde im ersten Satz entschieden, welcher bis in den Tiebreak und mit Kämpferwillen an Erik ging. Im zweiten Satz war der Bann gebrochen und Pascal konnte das Ruder nicht mehr herumreißen. Erik gewann damit nach verlorenem Finale im Mixed-Bewerb den Herren B Bewerb.






Die Siegerehrung fand im Beisein von GR Christopher Kepold und OSK Obmann Christian Webhofer statt. Gregor richtete seine Dankworte an die zahlreichen Helfer und Helferinnen der vergangenen Tage und treuen Sponsoren. Gleichzeitig für die fairen und spannenden Matches über die vier Turniertage. Christian dankte Gregor für den unermüdlichen Einsatz am und um den Tennisplatz, und das über das ganze Jahr hinweg. Die Übersetzung für unsere italienischen Gäste übernahm Christian bei dieser Gelegenheit auch gleich. Mit einem gemütlichen Ausklang ging das Turnier mit seinen zahlreichen Siegern zu Ende.










